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Der dritte UNEP-Bericht zum Thema „Sand und Nachhaltigkeit“ appelliert an Regierungen und Industrie, Sand jenen essenziellen Wert beizumessen, den er hat. Für die Rohstoffbranche ist das eine längst überfällige Anerkennung. Denn Sand wird überall gebraucht. Sand trägt unsere Häuser und Straßen, versteckt sich in moderner Elektronik, in Glas und Zahnpasta, Farben, Klebstoffen, in nahezu jedem Industrie- und Wirtschaftszweig. Die aus Sand gewonnenen Mineralien, allen voran Silizium, sind die Basis unserer Informationsgesellschaft. Und laut UN-Bericht wächst der Bedarf weiter: Bis 2060 wird allein der Verbrauch an Bausand um 45 Prozent steigen.

Keine „Sandmafia“ in Österreich 

Entscheidend ist: In Österreich und Europa ist die Sandgewinnung kein Problem. Hier sorgen strenge Gesetze, Genehmigungsverfahren und Umweltstandards seit Langem für einen geordneten, verantwortungsvollen Abbau. Das im UN-Bericht beschriebene Problem liegt anderswo. Beim illegalen Abbau, der weltweit verbreitet ist und für den eine regelrechte „Sandmafia“ ganze Küstenabschnitte zerstört. Die Antwort darauf sind internationale Standards nach europäischem Vorbild und nicht eine Überregulierung jener Systeme, die längst funktionieren.

Text: Evelin Past