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Reicht Recycling aus, um unseren künftigen Rohstoffbedarf zu decken? Die klare Antwort aus dem diesjährigen Rohstoffsymposium lautet: nein. Auch eine konsequent umgesetzte Kreislaufwirtschaft kann den Bedarf an Primärrohstoffen nur teilweise decken.

Die Aufgaben sind gewaltig: leistbarer Wohnraum, moderne Infrastruktur, die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. All das braucht enorme Mengen an qualitativen mineralischen Rohstoffen. Österreich wird daher auch in den kommenden Jahrzehnten nicht ohne heimisch gewonnene Ressourcen auskommen.

Zwischen Fortschritt und Realität

Dabei hat die Branche bereits viel erreicht. Mit Recyclingquoten von über 80 Prozent bei mineralischen Bauabfällen zählt Österreich zu den europäischen Vorreitern. Hochwertige Aufbereitung, Wiederverwendung und innovative Bauweisen sind längst gelebte Praxis. Doch gerade dieser Fortschritt macht die Grenzen sichtbar: Materialien fallen erst beim Rückbau an, oft Jahrzehnte nach ihrer Nutzung, und ihre Qualität hängt stark von der Trennung auf der Baustelle ab.

Primärrohstoffen mitdenken

Der Befund ist klar: Der Bedarf wächst schneller als das Angebot aus dem Kreislauf. Wer Kreislaufwirtschaft ernst nimmt, muss daher auch die Gewinnung von Primärrohstoffen mitdenken. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen von effizienteren Genehmigungsverfahren bis hin zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz.

Die mineralische Rohstoffbranche ist bereit, diesen Weg aktiv mitzugestalten. Innovative Lösungen vom Recyclingbeton über CO₂-speichernde Baustoffe bis zu rückbaufähigen Konstruktionen zeigen, wie sich Ressourcen im Kreislauf halten lassen.

Doch die Basis dieser Transformation liegt weiterhin in unseren heimischen Steinbrüchen sowie Sand- und Kiesgruben. Sie sichern die regionale Versorgung und damit die Grundlage für Bauen, Wohnen und wirtschaftliche Entwicklung.