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Nach 28 Jahren Wartezeit ist die rot-weiß-rote Nationalmannschaft wieder bei einer Fußball-Weltmeisterschaft dabei und der Auftakt hätte kaum besser laufen können. Auch gegen Titelverteidiger Argentinien hielt das ÖFB-Team mutig dagegen, musste sich jedoch mit 0:2 geschlagen geben. Woran dabei kaum jemand denkt: Schon das Stadion, in dem gejubelt wurde, steht auf einem Fundament aus Sand, Kies und Naturstein. Allesamt mineralische Rohstoffe, die im Fußball eine größere Rolle spielen, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Österreich steckt mitten im Fußball-Fieber

Am 16. Juni 2026 setzte sich das ÖFB-Team von Teamchef Ralf Rangnick im San Francisco Bay Area Stadium in Santa Clara mit 3:1 gegen Jordanien durch. Romano Schmid traf früh mit einem Traumtor zur Führung, ein Eigentor sowie ein verwandelter Elfer von Rekordtorschütze Marko Arnautović sorgten am Ende für den ersten österreichischen WM-Sieg seit fast drei Jahrzehnten. Gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien kämpfte die ÖFB-Elf wacker, verlor aber durch zwei Tore des Superstars Lionel Messi.

Die Entscheidung um den Aufstieg fällt für  in der Nacht auf Sonntag gegen Algerien.

  • Samstag, 27. Juni, 4 Uhr MESZ (Nacht auf 28. Juni): Algerien – Österreich, Kansas-City-Stadion

Während sich in Österreich gerade alles um Taktik, Aufstellung und Tabellenstand dreht, lohnt sich auch ein Blick auf das, was unter dem Rasen liegt. Denn ein WM-taugliches Spielfeld ist mehr als gepflegtes Grün: Unter der Grasnarbe liegt eine präzise aufgebaute Drainageschicht aus Sand und Kies, die dafür sorgt, dass selbst nach einem heftigen Sommergewitter rasch wieder gespielt werden kann.

Was unter dem grünen Rasen liegt

Diese sandbasierte Tragschicht ist im modernen Spielfeldbau Standard, ohne sie würde jeder Rasen bei Starkregen zur Schlammwüste werden. Auch auf den zahllosen Kunstrasenplätzen, auf denen in Österreich tagtäglich trainiert und gekickt wird, kommt mineralisches Material zum Einsatz: Quarzsand dient, meist gemeinsam mit Gummigranulat, als Einfüllmaterial zwischen den Kunstrasenfasern und gibt dem Belag die nötige Stabilität und Dämpfung.

Beton, Schotter und Asphalt: Bausteine der Stadien

Auch abseits des Spielfelds steckt in jedem Stadion eine gewaltige Menge mineralischer Rohstoffe. Tribünen, Fundamente und tragende Bauteile bestehen größtenteils aus Beton.

Ein einziges Großstadion benötigt mehrere zehntausend Tonnen. Auch Zufahrtsstraßen, Parkflächen und Vorplätze rund um die WM-Arenen bestehen größtenteils aus mineralischem Gesteinsmaterial: Asphalt ist im Wesentlichen verdichteter Schotter, gebunden mit Bitumen. Selbst Glasfassaden und Anzeigetafeln gehen letztlich auf Quarzsand zurück, den Rohstoff für die Glasherstellung.

Das gilt nicht nur für die Mega-Arenen in den USA sondern genauso für heimische Spielstätten: Das Ernst-Happel-Stadion in Wien oder die Arenen der Bundesliga-Vereine stehen wie praktisch jedes Bauwerk in Österreich auf einem Fundament aus Sand, Kies und Naturstein.

Auf festem Boden in der Region

Was für die großen Stadien gilt, gilt im Kleinen auch für den Fußballplatz im eigenen Ort. Egal ob Hartplatz, Kunstrasen oder der klassische Rasenplatz beim örtlichen Verein: All das braucht eine solide Tragschicht aus Sand und Kies, aus der Schottergrube gleich in der Nachbarschaft.

Diese regionale Versorgung mit mineralischen Rohstoffen in Österreich sorgt für kurze Transportwege, im Schnitt keine 25 Kilometer bis zum Verbauungsort, und damit auch dafür, dass der Sportplatz nebenan überhaupt gebaut und instand gehalten werden kann.

Ohne festen Boden kein großes Spiel

Ob im tosenden Kansas-City-Stadion oder am kleinen Sportplatz in der Heimatgemeinde: Fußball braucht einen festen Untergrund. Sand, Kies und Naturstein sind dabei die stillen Helden, die niemand bejubelt – ohne die aber kein Tor fallen würde.

Text: Evelin Past