Nationaler Rohstoffplan steht vor Fertigstellung
8.April 2008
Nationaler Rohstoffplan steht vor Fertigstellung

Utl.: Plan soll Nationalrat Ende 2008 vorgelegt werden -
Heimische Stein- und keramische Industrie erwirtschaftete im Vorjahr 3,47 Mrd. Euro (+3,95 Prozent) Umsatz

Wien (APA) - Der nationale Rohstoffplan, der die Versorgung Österreichs mit Mineralien wie Sand, Kies oder Naturstein sicherstellen soll, steht vor der Fertigstellung. Ende 2008 soll der Plan dem Nationalrat vorgelegt werden, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsbundes, Karlheinz Kopf, am Dienstag vor Journalisten.

Die einzelnen Bundesländer sollen den Rohstoffplan in die Raumordnung aufnehmen, appellierte Kopf während der Pressekonferenz. Dies sei umso notwendiger, da wegen der steigenden Bevölkerungszahlen und des daraus resultierenden Baubedarfs das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage an Rohstoffen sehr eng gewichtet sei. Zur Erleichterung der Umsetzung des Plans schließt sich das Forum dem Vorschlag des Wirtschaftsministeriums an, ein "rohstoffwirtschaftliches Planungsorgan" - ähnlich den wasserwirtschaftlichen Planungsorganen - einzurichten.
 

Österreichweit werden pro Jahr zwischen 95 und 105 Mio. Tonnen an mineralischen Rohstoffen wie Sand, Kies, Naturstein, Kalk, Lehm, Ton oder Gips gebraucht. In rund 900 Kiesgruben und 200 Steinbrüchen werden die Rohstoffe gewonnen. Rund 90 Prozent davon fließen in die Bauwirtschaft, darunter auch in den privaten Wohnbau und die Gestaltung von Gärten und Außenflächen. Für die Errichtung von Infrastruktur, Wohnbau sowie Hoch- und Tiefbau werden jährlich mehr als 80 Mio. Tonnen mineralische Rohstoffe benötigt. Abhängig von der Region beziehungsweise dem politischen Bezirk benötigen die Österreicher pro Jahr und Kopf zwischen 7 und 14 Tonnen mineralischer Rohstoffe.

Im Vorjahr habe die heimische Stein- und keramische Industrie mit 15.401 Mitarbeitern (+1,46 Prozent) 3,47 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet, was einem Plus von 3,95 Prozent entspricht, sagte der Geschäftsführer des Fachverbandes, Carl Hennrich. Der Jahresverlauf sei allerdings "dramatisch" gewesen. Im ersten Halbjahr wurden Zuwächse von 10,66 Prozent verzeichnet, dann folgten aber Verkaufsrückgänge von bis zu 6 Prozent bis zum Jahresende.
Im ersten Quartal 2008 seien die Rückgänge aufgefangen worden, so Hennrich. Für das heurige Jahr erwartet der Fachverbandsgeschäftsführer ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 3 Prozent. Die Abschwächung der heimischen Bautätigkeit auf einen Zuwachs von 2,3 Prozent im heurigen Jahr (2007: +3,7 Prozent) dürfte durch eine verstärkte Exporttätigkeit abgefedert werden. Im Vorjahr konnten die Baustoffhersteller und Keramikfirmen ihre Ausfuhren um 11,3 Prozent auf 820 Mio. Euro steigern. Als Hauptgrund für diesen Trend nannte Hennrich die anhaltenden Investitionen im Baubereich in Ost- und Südosteuropa.

(Schluss) reb/kre
 APA0469 2008-04-08/14:56    081456 Apr 08

Mag. Ulrike Sangeorzan-Sporer, MAS,  Stabsabteilung Presse, Wirtschaftskammer Österreich 
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, Tel.: 05 90 900 - 4161, Fax.: 0 5 90 900 - 263
 

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Damit beschäftigt sich nicht nur der vor der Fertigstellung befindliche Österreichische Rohstoffplan, sondern seit kurzem auch die Europäische Kommission. Sie plant eine Versorgungsrichtlinie.

Zu diesen Themen sprachen folgende Experten:
• Generalsekretär Mag. Karlheinz KOPF, Abgeordneter zum Nationalrat und Umweltsprecher der Österreichischen Volkspartei
• o.Univ.Prof. Dr. Werner PILLER, Universität Graz, Vorstand des Instituts für Erdwissenschaften, Vorsitzender des Österreichischen Nationalkomitees für Geowissenschaften
• Dr. Carl HENNRICH, Geschäftsführer des Fachverbandes Steine-Keramik

Im Zuge der Pressekonferenz wurden auch die Jahresergebnisse 2007 des Fachverbandes Steine-Keramik präsentiert und die aktuelle wirtschaftliche Situation der Baustoffindustrie beleuchtet.
 

Rückfragehinweis:
Forum Rohstoffe, Mag. Robert Wasserbacher,
Tel. (0) 590 900 – 3534,  steine@wko.at
www.ForumRohstoffe.at