Mineralische Rohstoffe: Fundament der österreichischen Wirtschaft!
12.Juli 2007
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- Bedeutung der
Rohstoffbranche in Österreich erstmals durch umfangreiche Studie belegt
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Eine soeben fertig gestellte Studie zeigt die immense Bedeutung der Rohstoffbranche für Österreichs Volkswirtschaft. Erstmals hat das Industriewissenschaftliche Institut im Auftrag des Forums mineralische Rohstoffe quantifizierbare Daten erhoben und analysiert. Fazit: Mineralische Rohstoffe sind das Fundament vieler Branchen und stehen am Beginn vieler Wertschöpfungsketten. Österreichs Rohstoffunternehmen allein erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro und bewirken darüber hinaus eine weitere Milliarde Euro an zusätzlicher Wertschöpfung. Besonders nachgelagerte Wirtschaftszweige wie zum Beispiel die Bauwirtschaft oder auch die Glasindustrie sind direkt von der Rohstoffwirtschaft abhängig. Immer wichtiger dabei ist eine nachhaltige Versorgung. Österreichs nationaler Rohstoffplan ist in der Fertigstellung und hat bereits jetzt Vorbildwirkung für die gesamte EU. Mineralische Rohstoffe sind
die Grundlage unseres täglichen Lebens - sie sind die Basis für
unzählige Produkte im Alltag und für die österreichische
Wirtschaft unverzichtbar. Um diese Einschätzung mit Daten und Fakten
zu belegen, hat das Industriewissenschaftliche Institut im Auftrag des
Forum mineralische Rohstoffe eine Studie erstellt, die erstmals eine exakte
Bilanz der mineralischen Rohstoffgewinnung in Österreich zieht. Die
Studie belegt die zentrale Bedeutung der Rohstoffunternehmen für die
österreichische Volkswirtschaft.
Zusätzlich zu ihrem direkt
erwirtschafteten Jahresumsatz von 1,1 Mrd. Euro induziert die Rohstoffwirtschaft
eine zusätzliche Wertschöpfung von einer Milliarde Euro in nachgelagerten
Branchen. Sie ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern
sie sorgt auch für Beschäftigung: "Unsere Betriebe sichern rund
14.000 Arbeitsverhältnisse direkt in der Rohstoffgewinnung und Aufbereitung.
Dabei handelt es sich vor allem um Jobs in ländlichen Regionen", erklärt
Dr. Hennrich.
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- Mineralische
Rohstoffe: Der Beginn der Wertschöpfungskette -
Die gewonnenen Rohstoffe gehen zu 76,7 Prozent (= 848,0 Mio. Euro) an andere Wirtschaftsbereiche, die diese im Rahmen ihres Produktionsprozesses einsetzen. In der Regel durchläuft jede Einheit mineralischer Rohstoffe 2,117-mal einen Umwandlungs- oder Produktionsprozess, bis am Ende der Wertschöpfungskette ein Endverbraucher ein Produkt geliefert bekommt. Diese Kennzahl - die so genannte Forward-Linkage-Kennzahl - ist im Vergleich mit anderen ausgewählten Branchen hoch. "Der Vergleich unserer Wertschöpfungskette mit jener anderer Produkte und Dienstleistungen zeigt, wie groß die Bedeutung mineralischer Rohstoffe für nachgelagerte Branchen ist", freut sich Dr. Hennrich über die Relevanz der Rohstoffgewinnung. Die Hauptabnehmer der Rohstoffbranche sind vor allem zwei Sektoren, nämlich die Bauwirtschaft und Glas, Keramik, bearbeitete Steine & Erden. Sie beziehen zusammen rund 90 Prozent der heimischen Produktion mineralischer Rohstoffe. Die Rohstoffbranche selbst investierte im Jahr 2002 29,8 Mio. Euro in österreichische Investitionsgüter. |
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- Verwendung
mineralischer Rohstoffe -
Rund 60 Mio. Tonnen an Sand, Kies und Naturstein werden jährlich für die Erhaltung und den Neubau von Straßen, Hoch- und Tiefbauten wie z. B. Industrie-, Wohnhausanlagen, Kanalbau und Bahntrassen benötigt. 30 Mio. Tonnen gehen in die Produktion diverser Bauprodukte, wie z. B. Zement, Putz, Mörtel, Splitt, Ziegel und Betonstein. Der Rest fließt in die Produktion von Glas, Medikamenten, Papier, Kunststoffe, Zahnpasta, in die Landwirtschaft und den Export. Das Industriewissenschaftliche
Institut hat in der Studie auch berechnet, was passiert, wenn die Rohstoffgewinnung
sinkt. Es zeigt, dass überproportional mehr an Produktion in der gesamten
Volkswirtschaft ausfällt, weil die nötigen Vorleistungsgüter
nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
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- Heimische mineralische
Rohstoffe - unverzichtbares Gut -
Die österreichischen Rohstoffunternehmen sichern unsere Versorgung mit Sand, Kies, Naturstein, Kalk, Lehm, Ton, Mergel, Schiefer, Gips, Industrieminerale u.v.m. Der Bedarf an mineralischen Rohstoffen wird fast ausschließlich aus heimischen Lagerstätten gedeckt. Österreichweit gibt es rund 1.200 aktive Rohstoffgewinnungsstätten. Mineralische Rohstoffe haben in der Regel einen Transportradius von nur rund 30 Kilometern. Die Unternehmen sind damit bedeutende regionale Wertschöpfer, gewährleisten eine ausgezeichnete Nahversorgung und entlasten durch die kurzen Transportwege Verkehr, Umwelt und Anrainer. "Wir alle brauchen mineralische
Rohstoffe. Die Rohstoffbranche braucht aber Rahmenbedingungen, die es ihr
ermöglichen, die Versorgung zu sichern", meint DI Markus Stumvoll,
Vorsitzender von Cemex Austria, Österreichs führendem Anbieter
von Transportbeton, Kies, Schotter und Sand. Mineralische Rohstoffe haben
"Gewicht". Ihre Transportkosten betragen im Durchschnitt rund 30 Prozent
von den Gesamtkosten. Jede Erhöhung in diesem Bereich trifft die Branche
stark.
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- Rohstoffe in Österreich
und in der EU sichern - der österreichische Rohstoffplan -
Eine langfristige und sichere Versorgung mit hochwertigen mineralischen Rohstoffen ist für die Lebensqualität der Menschen von großer Bedeutung. Da mineralische Rohstoffe ein knappes Gut sind, muss ihre Allokation gut vorbereitet werden. Deshalb hat der österreichische Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), Dr. Martin Bartenstein, 2002 die Montanbehörde mit der Ausarbeitung des österreichischen Rohstoffplans beauftragt. Dafür wurden alle Lagerstätten und möglichen Gewinnungsgebiete in ganz Österreich erhoben und bewertet. Derzeit verhandelt das BMWA mit den Experten der Länder, welche Flächen für eine langfristige Versorgung gesichert werden können. "Unser Ziel ist es, die Versorgung der Menschen mit mineralischen Rohstoffen aus der Region für die nächsten 50 Jahre mit Sand und Kies bzw. für 100 Jahre mit Festgesteinen zu sichern. Dabei gehen wir völlig neue Wege und beziehen auch ungewohnte Möglichkeiten zur Rohstoffgewinnung wie zum Beispiel eine Flächenabsenkung vor einem Bauprojekt und neue Ideen zur Ressourcenschonung mit ein", erklärt Univ. Prof. Dr. Leopold Weber von der Montanbehörde im BMWA. Auch auf EU-Ebene besteht akuter
Handlungsbedarf, denn der Verbrauch an mineralischen Rohstoffen steigt
in allen 27 EU-Mitgliedstaaten. Die langfristige und sichere Rohstoffversorgung
ist für EU-Kommissar Günther Verheugen eine der Zukunftsfragen
für die europäische Wirtschaft. Zur besseren Planung der Rohstoffgewinnung
verlangte Verheugen eine deutlich exaktere Datensituation. Sein Vorbild
dabei ist Österreich.
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- Unterlagen zur Pressekonferenz vom 12. Juli 2007
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Rückfragehinweis:
Forum mineralische Rohstoffe,
Fachverband der Stein- und
keramischen Industrie
Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Robert Wasserbacher
Tel. (0) 590 900 – 3534,
E-Mail: steine@wko.at
www.ForumRohstoffe.at