Gute Aussichten für mineralische Rohstoff-Gewinner
    - Lagebericht und Ausblick des Forum Mineralische Rohstoffe!

18.Juli 2006

Pressekonferenz in der Strandbar Hermann Gute Aussichten für mineralische Rohstoff-Gewinner!

Das Forum mineralische Rohstoffe - die Plattform der heimischen Rohstoff-Gewinner - gab heute bei einem Pressegespräch in Wien gemeinsam mit WWF Geschäftsführerin Hildegard AICHBERGER und dem Beach-Volleyball Profi Robert NOWOTNY einen Überblick über die Situation der Branche und einen Ausblick auf aktuelle Herausforderungen.
 

Sand auf dem Beachvolleyballplatz - Rohstoffgewinnung – Fundament der heimischen Wirtschaft -

Derzeit erwirtschaften die Rohstoff-Gewinner mit ihren Produkten Sand, Kies und Naturstein einen jährlichen Umsatz von rund 750 Millionen Euro. Die Zukunftsaussichten für die rund 900 Unternehmen der Rohstoffwirtschaft sind laut Komm.-Rat Gerold NEUPER, Vorsitzender des Forums mineralische Rohstoffe, durchaus rosig: "Der Verbrauch von mineralischen Industrie- und Baurohstoffen nimmt in Österreich und in ganz Europa Jahr für Jahr zu."

Jeder Österreicher verbraucht durchschnittlich 12 Tonnen mineralische Rohstoffe pro Jahr - sei es für den Haus- oder Infrastrukturbau, für die Produktion von Fernsehgeräten, Computer oder Mobiltelefone, aber auch für sommerliche Stadtstrände oder Sportplätze, wie Beach-Volleyball Profi Robert NOWOTNY darstellt. 

Den jährlichen Bedarf von über 100 Mio. Tonnen Industrie- und Baurohstoffen wie Sand, Kies, Naturstein, Kalk oder Gips decken rund 900 Unternehmen in ganz Österreich zu 100 Prozent aus heimischer Produktion. Als bedeutende regionale Arbeitgeber sichern die 220 industriellen und 700 Gewerbebetriebe mehr als 5.000 Arbeitsplätze - und das vielfach in kleineren Gemeinden und Regionen, wo Jobs Mangelware sind.
 

KR Neuper, Profi-Beach-Volleyballer Robert NOWOTNY, Dr. Carl Hennrich - Bestes Material für Profi-Sport -

Zu einem immer wichtigeren Geschäftsfeld entwickelt sich die Lieferung von Qualitätssand-Mischungen für Sportplätze, Speedwayanlagen, Laufbahnen oder Sprunganlagen. Vor allem der besonders hochwertige Sand für Beach-Volleyball-Plätze macht einen guten Teil der Lieferungen der mineralischen Rohstoff gewinnenden Unternehmen aus. „Sport bedeutet Lebensqualität und Spaß an der Bewegung. Für Beach-Volleyball ist ein hochwertiger Untergrund ein absolutes Muss. Der Sand muss fein, hell, rein und chemisch unbehandelt sein. Die Qualität des österreichischen Sandes ist erstklassig und ermöglicht beste Spielbedingungen“, so Profi-Beach-Volleyballer Robert NOWOTNY.
 

KR Gerold Neuper, Dolomit Eberstein Neuper GmbH - Rohstoff-Versorgung in Österreich und in Europa sichern! -

Damit die Rohstoffunternehmen ihrer Rolle als Arbeitgeber und Nahversorger auch in Zukunft gerecht werden können, fordern sie die konsequente Planung der Sicherung und Erschließung von Lagerstätten auf österreichischer und europäischer Ebene. 
In Österreich sind hier bereits wichtige Schritte gesetzt, denn seit 2002 arbeiten Montanbehörde und Wirtschaftskammer an einem Österreichischen Rohstoffplan, mit dessen Abschluss KR Gerold NEUPER "in den nächsten Monaten" rechnet. 

Auf EU-Ebene ortet das Forum mineralische Rohstoffe angesichts des steigenden Rohstoff-Verbrauchs in allen 25 EU-Mitgliedstaaten allerdings noch "dringenden Handlungsbedarf", um die Versorgungssicherheit zu garantieren.
Gemeinsam mit dem Europäischen Gesteinsverband UEPG appelliert Vorsitzender KR Gerold NEUPER an die EU-Institutionen: "Alle Rohstoffvorkommen in Europa müssen erfasst werden. Schließlich hängt der gesamte Infrastrukturbereich und die Lebensqualität der Bürger vom gesicherten Zugang zu Bau- und Industrierohstoffen ab."
 

DI Dr. Hildegard Aichberger, WWF - Natur nützen - Natur schützen! -

Dass neben den wirtschaftlichen Erfolgen aber auch hohes ökologisches Bewusstsein und Verantwortung für die Natur wichtige Markenzeichen der österreichischen Rohstoff-Branche sind, betont WWF-Geschäftsführerin DI Dr. Hildegard AICHBERGER. Rund 160 Millionen Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren in die Renaturierung und Rekultivierung von stillgelegten Gewinnungsflächen investiert. "Dadurch sind wertvolle Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten entstanden. 
So gibt es etwa in Niederösterreich mittlerweile wieder 26 Paare des hoch gefährdeten Triels - eines Vogels, der vor allem in steinigen, eher trockenen Gebieten nistet. Auch der bunte Bienenfresser hat dank der Renaturierung von Sand- und Kiesgruben wieder ein Refugium gefunden." Besonders stolz sind WWF und Forum mineralische Rohstoffe auf die positive Entwicklung bei der größten Eulenart, dem nachtaktiven Uhu. Mehrere Uhu-Paare haben in einem ehemaligen Steinbruch in Oberösterreich ein neues Brutgelände gefunden. Aber auch gefährdete Amphibienarten wie die Wechselkröte und die Kreuzkröte profitieren vom Naturschutz, der bei den Rohstoff-Gewinnern auf die Naturnutzung folgt. 
Seit Jahresbeginn 2006 setzen sich die Mitgliedsunternehmen des Forums mineralische Rohstoffe im Rahmen der Initiative "Jeder Hektar zählt" gemeinsam mit dem WWF für den Rückbau von Flussläufen zum natürlichen Hochwasserschutz ein.
 

Mag. Dr. Manfred Asamer, Asamer+Hufnagel, Kies- und Betonwerke - Mehr Lebensqualität durch mineralische Rohstoffe! -

Einladende Kunst-Sandstrände inmitten der City, sichere Straßen im Winter oder Haushaltsreiniger – vieles, was im täglichen Leben selbstverständlich ist, wäre ohne mineralische Rohstoffe und die Arbeit der Rohstoff gewinnenden Betriebe undenkbar. Denn Sand, Kies, Schotter oder Industrierohstoffe kommen nicht nur beim Wohn- und Straßenbau zum Einsatz,
sondern finden sich auch in zahlreichen Produkten des Alltags, etwa in Haushaltsreinigern, Handys und Computern. „Durch unsere Gewinnungstätigkeit schaffen wir einen hohen Nutzen für die Gesellschaft, sichern die Nahversorgung mit hochwertigen Rohstoffen und schaffen Arbeitsplätze in den Regionen“, erklärt Dr. Manfred ASAMER von Asamer & Hufnagel Kies- und Betonwerke und Stellvertretender Vorsitzender des Forums mineralische Rohstoffe.
 

Referenten der Pressekonferenz - Weitere Informationen zum Download: -
Presseinformation Wirtschaft  (39 KB);  Presseinformation Gesellschaft  (31 KB); 
Presseinformation Umwelt  (31 KB);  Forum Rohstoffe  -  Facts & Figures  (38 KB);

Bild der Referenten der Pressekonferenz  (314 KB)

Rückfragehinweis:
Forum Rohstoffe, Mag. Robert Wasserbacher,
Tel. (0) 590 900 – 3534,  steine@wko.at
www.ForumRohstoffe.at
Fotos: Fotodienst