Naturschutzpreis des FORUM ROHSTOFFE
Naturschutzwettbewerb 2003

Auslobung
Kriterien
Bewerber
Preisträger
Verleihung
Presse

Auslobung

Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit des FORUM ROHSTOFFE, welches die Interessensgemeinschaft für die mineralische Rohstoffe gewinnenden Unternehmen im Fachverband der Stein- und keramischen Industrie darstellt, mit dem World Wide Fund for Nature – WWF wurde das Projekt eines

Naturschutz-Wettbewerbes

ins Leben gerufen. Anmeldeschluß war der 24. Oktober 2003.
Der Wettbewerb 2003 soll die Leistungen der Unternehmen für den Natur- und Artenschutz darstellen und es soll mit diesem Bewerb auch die Öffentlichkeit über diese Leistungen informiert werden. Die nach den Wettbewerbskriterien auszuwählenden Projekte wurden im entsprechenden Rahmen – 40-Jahr Feier des WWF Österreich am 20. November 2003 – präsentiert und prämiert.

Da die Teilnahmekriterien und Einreichbedingungen relativ einfach gestaltet wurden und der Aufwand für diesen Bewerb mit wenig Einsatz durch die Unternehmen und ihre Belegschaft durchführbar ist, kann mit geringem Einsatz ein großer Erfolg geschaffen werden.

Die Unternehmen wurden eingeladen, über Ihre Natur- und Artenschutzaktivitäten zu berichten und ihre Projekte beim Wettbewerb einzureichen.


Kriterien

Teilnahmekriterien
Jedes mineralische Rohstoffe gewinnende Unternehmen Österreichs war zur Teilnahme am Naturschutz-Wettbewerb berechtigt. Vorzugsweise wurden die Unternehmen des Forum Rohstoffe angesprochen. Dem WWF war es ein Anliegen, auch kleine Betriebe anzusprechen und ihnen die Möglichkeit der Würdigung ihrer Tätigkeit zu geben.
Die Teilnahme war als freiwilliges Engagement des Unternehmens zu verstehen. Der Umfang und die Größe des Projektes oder Vorhabens war nicht ausschlaggebend für eine Teilnahme.
Das Schaffen von Freiräumen für die Natur ohne bestimmte Maßnahmen ist ebenso wertvoll wie die konkrete Gestaltung von Lebensräumen zur Erhaltung bedrohter Arten.
Ebenso war es nicht erforderlich, dass die Projekte und Maßnahmen heuer anlässlich des Wettbewerbs erfolgten. Aktivitäten zum Natur- und Artenschutz aus vorangegangenen Jahren sind ebenso zur Einreichung willkommen.

Einreichkriterien
Die Einreichunterlagen sollten so einfach wie möglich gehalten sein und das Projekt oder Vorhaben dokumentieren. Circa 1-2 Seiten Beschreibung inklusive Fotomaterial
(Papierabzüge oder hochauflösende elektronische Dateien) sollten der Jury die Bewertung ermöglichen.

Die Einreichung sollte zumindest folgende Punkten beinhalten:

Diese Aufzählung ist nicht abschließend gedacht, sondern kann dem unternehmerischen Einfallsreichtum entsprechend beliebig erweitert werden.

Naturschutzwettbewerb Teilnahmekriterien


Bewerber

Folgende Unternehmen haben ihre Projekte zum Naturschutzwettbewerb 2003 eingericht:
Jury
Die eingereichten Projekte werden durch eine 5-köpfige Expertenjury beurteilt und bewertet. Juroren waren Dr. Günter LUTSCHINGER, Geschäftsführer des WWF, Direktor Dietmar PANZNER, Vorsitzender des PR-Ausschusses des FORUM ROHSTOFFE und die Journalisten Frau Veronika GASSER von der Wiener Zeitung, Gerhard KRAUSE vom Kurier, Otto RANFTL vom Standard und Mark PERRY von der Kronen Zeitung.
Der Umfang oder die Größe des Aufwands des Projekts oder der Maßnahmen war nicht entscheidend für eine Auszeichnung. Vielmehr wird der relative Nutzen für die Natur, die kommunikative Komponente des Projektes (z.B. Einbindung von Schulklassen, Medien, Behörden usw.) und der nachhaltige verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt als positives Element in die Beurteilung einbezogen.

Folgende Unternehmen wurden geehrt:
Fotos © krischanz.zeiller./WWF./Fachverband

1. Platz:
Fa. Kies Union GmbHNaturschutzpreis 2003 - Künstler: Ralph Hünerth
Fa. Kies Union GmbH
Unternehmen: Kies-Union GmbH
Eingereichtes Projekt: Libellenschutzprogramm
Projektbeschreibung: Der Gewinner des ersten Preises konnte die Jury mit einem überzeugenden Gesamtprojekt für sich gewinnen.
Bei der Errichtung zweier großflächiger Libellenteiche, wurde die betroffene Öffentlichkeit direkt und vorbildlich in die Projektentstehung einbezogen. Im besonderen erfolgte die Umsetzung gemeinsam mit Schulklassen. Die umfassende Darstellung des Projekts war mitentscheidend für die Prämierung.
2. Platz:
Fa. Hasenöhrl GmbH
Fa. Hasenöhrl GmbH
Unternehmen: Hasenöhrl GmbH
Eingereichtes Projekt: Altarmrevitalisierung an der Ennsmündung.
Projektbeschreibung: Dieses Projekt zeichnet sich durch besondere Kreativität und Ideenreichtum aus.
Die Jury war besonders beeindruckt vom Engagement des Unternehmens, bereits seit Jahrzehnten zerstörte, historisch natürliche Landschaftsstrukturen wieder herzustellen. Ausgehend von historischem Fotomaterial wurden die Altärme der Enns-Mündung neu geschaffen. Das Unternehmen hat schon vor Beginn der Gewinnungsarbeiten die Ufergestaltung festgelegt und während der Gewinnungstätigkeit die Enns-Mündung Schritt für Schritt rückgebaut.
3. Platz:
Fa. HENGL Asphalt Schotter Recycling GmbH
Fa. HENGL Asphalt-Schotter-Recycling GmbH
Unternehmen: Hengl Schotter-Asphalt-Recycling GmbH
Eingereichtes Projekt: Libellenteich Triangulum Petrosum des Manhartsberges
Projektbeschreibung: Der zweite dritte Preis prämierte ein Projekt welches sich auf die ganzheitlichen Aspekte des Naturschutzes konzentriert hat. Im Zuge dieses Projekts wurde ein Libellenteich als wichtiger neuer Lebensraum für gefährdete Libellenarten geschaffen.
Die Bepflanzung des Teichs erfolgte gemeinsam mit Schulklassen der Anrainergemeinden. Auf die Einbeziehung der Bevölkerung wurde viel Wert gelegt.  Das Triangulum Petrosum – eine Steinformation an drei Bezirksgrenzen – schafft zusätzlich eine mystische Komponente in der Verbindung Mensch - Tier - Umwelt.
3. Platz:
Fa. Quarzwerke Österreich GmbH
Fa. Quarzwerke GmbH
Unternehmen: Quarzwerke Österreich GmbH
Eingereichtes Projekt: Biotopentwicklung in St. Georgen an der Gusen.
Projektbeschreibung: Die Jury hat mit einem dritten Preis ein Projekt ausgezeichnet, das sich in besonderer Weise um die Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Wasserqualität bemüht hat. Zudem wurde vom Unternehmen eine beachtliche Fläche für die Biotopentwicklung bereitgestellt. Das Projekt wurde insgesamt mit großem Aufwand und sehr professionell umgesetzt. Es wurden neue Lebensräume auf zwei Hektar Teichfläche und Verlandungsareal geschaffen, womit seltene Vogel- und Amphibienarten wieder angesiedelt werden konnten.


Verleihung

Die Verleihung der Naturschutzpreise 2003 fand anläßlich der 4o Jahre WWF Gala in den Inertspot Studios in Wien am 20. November 2003 statt. Im Rahmen der Feier wurden vom WWF auch 16 Panda-Awards vergeben.
Urkunde Panda Award für den Fachverband Steine-Keramik
Ausgezeichnet wurden die Panda-Award-Empfänger für herausragende Naturschutzinitiativen, die den Erhalt der Artenvielfalt auch für zukünftige Generationen sichern helfen. Stolze Besitzer dieses Naturschutzpreises sind heute z.B. die ÖBB, die Stadt Wien, das Land Niederösterreich, Wienerberger, Gösser, Lenzing Lyocell und auch der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft waren auch der Generaldirektor des WWF International, Dr. Claude Martin, sowie Prof. Dr. Helmut Pechlaner als Präsident des WWF Österreich, Geschäftsführer des WWF Dr. Günther Lutschinger und der tschechische Vize-Umweltminister Dr. Ladislav Miko unter den Gratulanten. Den Panda Award nahmen der Obmann DDr. Erhard SCHASCHL und der Geschäftsführer Dr. Carl HENNRICH entgegen. Musikalisch umrahmt und moderiert wurde der Abend vom Kabarettisten und Musiker Viktor Gernot. Chris Lohner und Walter Seidl sorgten für nachdenklich Literarisches und erheiternd Kabarettistisches.
Weitere Fotos siehe Internetauftritt des WWF
Weitere Fotos siehe Internetauftritt des WWF
DDr. Erhard Schaschl FV Steine-Keramik
PANDA Award für den Fachverband Steine-Keramik

Presse

Presseaussendung

APA Meldung vom 21.November 2003

Naturschutzpreis 2003 von WWF und Forum Rohstoffe verliehen

Utl.: Erster Platz für Libellenschutzprogramm =

Wien (APA) - Der Naturschutzpreis 2003 für Mitgliedsunternehmen der Stein- und keramischen Industrie ist gestern, Donnerstag, vom World Wide Fund for Nature (WWF) und vom Forum Rohstoffe verliehen worden. Sieger wurde die Kies-Union GmbH mit ihrem Libellenschutzprogramm, teilte das Forum Rohstoffe heute, Freitag, mit.

Insgesamt wurden zwölf Naturschutzprojekte wurden eingereicht. Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Zeit und Energie für den Naturschutz investiert, so Forum Rohstoffe. Die Kies-Union hatte laut Jury bei der Errichtung von zwei großflächigen Libellenteichen die betroffene Öffentlichkeit direkt und vorbildlich in die Projektentstehung einbezogen.

Den zweiten Platz erhielt die Hasenöhrl GmbH für eine Altarmrevitalisierung an der Ennsmündung. Die Quarzwerke Österreich mit der Entwicklung eines Biotops in St. Georgen an der Gusen und Hengl Schotter-Asphalt-Recycling GmbH mit dem Libellenteich Triangulum petrosum des Manhartsberges teilen sich den dritten Platz.



Weitere Infos zur Veranstaltung und den Fotos beim Fachverband Steine-Keramik
Infos auch auf der Internetseite des WWF http://www.wwf.at/