Natur nützen – Natur schützen

              - Für die Mitglieder des FORUM ROHSTOFFE eine Selbstverständlichkeit

       „Früher hat man ein rechteckiges Loch in den Boden gegraben, wenn Schotter gewonnen worden ist. Dann hat man es zur Deponie erklärt, mit Erde überdeckt, und einen Wald darauf gepflanzt. Heute geht das nicht so“, Dipl. Ing. Bernd Wanivenhaus vom FORUM ROHSTOFFE zur Renaturierung von stillgelegten Gewinnungsstätten.

      Die Nachnutzung einer Gewinnungsstätte ist mittlerweile ein zentraler Bestandteil der Projektplanung. Gemeinsam mit Naturforschern und dem WWF wurden zahlreiche Steinbrüche zu Naturoasen verwandelt und somit renaturiert.
      Als Beispiel ist die Kiesgrube in der Nähe von Wiener Neustadt (Fa. KIES-UNION) zu nennen, die ein Musterbeispiel für die „Renaturierung“ einer ehemaligen Gewinnungsstätte ist. Vor 3 Jahren übergab das Management die Kiesgrube wieder der Natur. Inzwischen ist das Gelände zur Heimat für Libellen, eine der am stärksten bedrohten Insektenarten Österreichs und andere Tiere & Pflanzen geworden.

      Dieses Beispiel beweist, dass die Natur keineswegs durch die Gewinnung von Rohstoffen zerstört wird! Im Gegenteil. Heute sind ehemalige Schottergruben ein kleines Naturparadies, das eine nachhaltige Verantwortung aller Interessensgruppen deutlich macht.“

      Kooperationen
      Schon seit mehreren Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem WWF und den Unternehmen des FACHVERBAND der STEIN- und KERAMISCHEN INDUSTRIE.  Zahlreiche Projekte bewiesen, dass Rohstoffgewinnung und Naturschutz gleichzeitig und mit großem Erfolg realisiert werden können.

      Viele kreative Projekte zum Schutz von Tieren und Pflanzen belegen, dass die mineralischen Rohstoffe nicht nur die Basis für viele Produkte des täglichen Lebens, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Umwelt sind und somit die Lebensqualität in Österreich wesentlich mitgestalten.

      Naturschutzwettbewerb
      Im Jahr 2003, wurden im Rahmen der Benefizveranstaltung zum 40. Geburtstag des WWF auch die Sieger des Naturschutz-Wettbewerbs des FORUM ROHSTOFF prämiert. Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit des FORUM ROHSTOFFE mit dem WWF wurde dieser Wettbewerb ins Leben gerufen. Er richtet sich an alle mineralische Rohstoffe gewinnenden Unternehmen, um sie zu ermutigen, weiterhin ihren Beitrag für den Natur- und Artenschutz zu erbringen. Die drei besten Projekte bzw. Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz wurden mit dem Naturschutz-Preis 2003 ausgezeichnet.
      Insgesamt wurden zwölf Naturschutzprojekte wurden eingereicht. Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Zeit und Energie für den Naturschutz investiert, so das Forum Rohstoffe. Die KIES-UNION GmbH hatte laut Jury bei der Errichtung von zwei großflächigen Libellenteichen die betroffene Öffentlichkeit direkt und vorbildlich in die Projektentstehung einbezogen.
      Den zweiten Platz erhielt die HASENÖHRL GmbH für eine Altarmrevitalisierung an der Ennsmündung. Die QUARZWERKE ÖSTERREICH mit der Entwicklung eines Biotops in St. Georgen an der Gusen und die HENGL SCHOTTER-ASPHALT-RECYCLING GmbH mit dem Libellenteich „Triangulum petrosum des Manhartsberges“ teilen sich den dritten Platz.

      Die 3 Siegerprojekte des Naturschutzwettbewerbs des FORUM ROHSTOFFE