Rohstoffgewinnung und Umweltschutz: Gemeinsame Strategien gegen den Klimawandel
Das FORUM ROHSTOFFE und der WWF Österreich zeigten bei der Fachkonferenz „Klima-Wasser-Rohstoffe“, dass Rohstoffgewinnung und Umweltschutz erfolgreich gemeinsame Ziele verfolgen.Wien, am 9. September 2005
Rund 250 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nahmen am 8. September an der Fachkonferenz „Klima – Wasser – Rohstoffe“ des FORUM ROHSTOFFE und des WWF Österreich teil. Als Kulisse für die bereits dritte gemeinsame Fachveranstaltung diente das frisch renovierte „Juwel des Hochbarock an der March“, Schloss Hof.
Prominente Redner aus dem In- und Ausland wie der WWF-Präsident Dr. Helmut PECHLANER und Paul ANCIAUX von der Generaldirektion für Unternehmen und Industrie der EU- Kommission diskutierten mit dem für Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz zuständigen niederösterreichischen Landesrat DI Josef PLANK und Univ.Prof.Mag.Dr. Georg GRABHERR vom Institut für Ökologie und Naturschutz an der Universität Wien über die Herausforderungen des Klimawandels. Aus aktuellem Anlass trat auch DI Dr. Christian SCHOLLER vom Institut für angewandte Landschaftsökologe, Experte auf dem Gebiet des Hochwasserschutzes als Gastredner auf.
Der inhaltliche Bogen spannte sich vom Ökologischen Fußabdruck, dem Hochwasserschutz über die Wettbewerbsfähigkeit der rohstoffgewinnenden Industrie im europäischen Vergleich bis zu aktuellen Entwicklungen des Klimawandels.
Herausforderung Klimawandel
Der Klimawandel stellt für die Gesellschaft eine der größten Herausforderungen der Zukunft dar. Die nachhaltige Nutzung der Umwelt steht somit im Mittelpunkt dieser Diskussion.
Die mineralische Rohstoffe gewinnenden Unternehmen in Österreich haben sich schon vor Jahren dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet. Im Zuge der nun schon siebenjährigen Zusammenarbeit mit dem WWF Österreich ist es den Mitgliedsunternehmen des FORUM ROHSTOFFE gelungen, zahlreiche Schutzprojekte für bedrohte Arten – wie Uhu, Triel, Bienenfresser etc. - umzusetzen, die beweisen, dass sich ökonomische und ökologische Interessen nicht ausschließen.Die internationale Wichtigkeit der Zusammenarbeit betonte auch das Mitglied der Generaldirektion für Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, Paul ANCIAUX. Er hob eines der primären Ziele der EU-Kommission, die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, hervor. „Die Kommission verfolgt das Ziel, dass Wirtschaftswachstum und Umweltschutz Hand in Hand gehen müssen. Und das wird von den österreichischen Unternehmern dieser Branche gelebt.“
Der Klimawandel ist nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Wissenschaft eine enorme Herausforderung. Die Bevölkerung erwartet, dass die Wissenschaft sichere Aussagen und Prognosen zum Klimawandel abgibt. Tatsächlich fehlt den Wissenschaftern aber in vielen Fällen die Unterstützung der Gesellschaft und der Wirtschaft. „Nur durch intensive Zusammenarbeit – wie beispielsweise mit dem FORUM ROHSTOFFE - kann die Wissenschaft verlässliche Studien durchführen“, zeigte sich Univ.Prof.Mag.Dr. Georg GRABHERR von der Kooperation des FORUM ROHSTOFFE mit dem WWF Österreich begeistert.
Das Engagement geht weiter
![]()
Der Vorstandsvorsitzende des FORUM ROHSTOFFE, KR Gerold NEUPER, ist von den Entwicklungen der Branche sehr erfreut, betonte aber, dass das Engagement der Mitgliedunternehmen des FORUM ROHSTOFFE immer größer wird: „Das Bewusstsein in der Branche, dass sich Rohstoffgewinnung und Umweltschutz nicht ausschließen, ist stark gestiegen. Wir sind gut unterwegs, aber zurücklehnen werden wir uns nicht. Nicht nur der fortschreitende Klimawandel erfordert den Einsatz von uns allen. Die zunehmende Bürokratie und immer strenger werdende Vorschriften machen gerade den zahlreichen Klein- und Mittelbetrieben unserer Branche große Probleme. Nur durch gemeinsame Initiativen können wir dieser Entwicklung entgegenwirken.“
![]()
v.l.n.r.: LR DI Plank, KR Neuper, Dir. Farasin, Birgit Kohlmaier-Schacht, Dr. Pechlaner, Univ.Prof. Grabherr
![]()
v.l.n.r.: Dr. Pechlaner, Dr. Hennrich, DDr. Schaschl, LR DI Plank
Weitere Informationen:
Mag. Robert Wasserbacher, FORUM ROHSTOFFE
Tel.: 0590 900-3534, e-mail: steine@wko.at
www.ForumRohstoffe.at