„Klimawandel & Artenschutz“Forum Rohstoffe engagiert sich mit erfolgreicher Fachkonferenz im Kampf gegen den Klimawandel
Wien, am 1. September 2004
Rund 250 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft nahmen am 31. August 2004 in der Orangerie in Schönbrunn an der Fachkonferenz „Klimawandel und Artenschutz“ teil, mit der das Forum Rohstoffe in Zusammenarbeit mit dem WWF seinen Beitrag zum Jahr des Klimaschutzes leisten will. Prominente Referenten wie Bundesminister DI Josef PRÖLL und Meteorologin Univ.-Prof. Dr. Helga KROMP-KOLB diskutierten mit den Gastgebern der mineralische Rohstoffe gewinnenden Unternehmen in Österreich und WWF-Präsident Dr. Helmut PECHLANER die Möglichkeiten für Klima- und Artenschutzmaßnahmen in Österreich.
Der inhaltliche Bogen der Referate von DI Werner Nussmüller, Präsident des Architektenverbandes, Komm.Rat Gerold NEUPER, Vorsitzender des Forum Rohstoffe, Komm.Rat DDr. Erhard SCHASCHL, Obmann des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie und Dr. Carl HENNRICH, Geschäftsführer des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie, war weit gespannt: Von Themen wie Emissionshandel, Wohnbauförderung, UVP- und NGO-Beteiligung über Natura 2000, österreichische Baukultur, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei Bau- und Werkstoffen, aktuellen Entwicklungen im Klimawandel bis hin zu den Artenschutzprogrammen des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie und des WWF.
„Das Klima ändert sich – das belegen meteorologische Messungen weltweit. In den letzten 150 Jahren ist die Temperatur global um 0,6 °C und in Österreich um 1,8°C gestiegen. Die Klimaszenarien der Zukunft lassen zahlreiche und schwerwiegende Probleme erwarten: Hitzeperioden, Trockenheit, aber auch Überschwemmungen, wenig Schnee sowie das Schmelzen der Gletscher werden in Österreich Wirtschaftszweige und Einzelpersonen direkt betreffen. Nach Angaben des Roten Kreuzes gab es im Jahr 2000 bereits mehr Umweltflüchtlinge als Kriegsflüchtlinge. Eine der Hauptursachen für den Klimawandel ist der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe zur Gewinnung von Energie, Wärme und Mobilität. Weltweit ist der Stromsektor für 37 % der CO2-Emissionen verantwortlich und damit Klimakiller Nummer 1“, so Univ.-Prof. Dr. Helga KROMP-KOLB, Leiterin des Instituts für Physik und Meteorologie an der Universität für Bodenkultur in Wien.
Der WWF Österreich setzt daher auch auf die Wirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel. Aus diesem Grund arbeitet das Forum Rohstoffe mit dem WWF seit mehr als fünf Jahren an Arten- und Naturschutzprojekten und konnte zahlreiche Aktivitäten erfolgreich umsetzen. Diese beiden Institutionen suchen gemeinsam nach der richtigen Balance zwischen Ökonomie und Ökologie, zwischen Rohstoffgewinnung auf der einen und dem Natur- und Artenschutz auf der anderen Seite.
Unter anderem beteiligt sich das Forum Rohstoffe an der internationalen Partnerschaft „Climate Savers“, bei der sich Unternehmen dem Klimaschutzziel des WWF verschreiben und die klimaschädlichen Auswirkungen ihrer Produktionsweisen und Produkte weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus reduzieren.
„Uns ist es im Lauf der Jahre gelungen, nicht nur das Bewusstsein bei unseren Mitgliedern für den Natur- und Artenschutz zu schaffen, sondern auch das Umweltschutz-Engagement auf immer mehr Betriebe auszuweiten. Nur so konnten anfängliche Berührungsängste mit Umweltschutzorganisationen abgebaut werden. Daher freut es mich besonders, dass wir durch die Organisation dieser Klimaschutzkonferenz unseren Wirkungskreis abseits unserer Kernkompetenzen erweitern konnten, und gemeinsam mit Partnern aus Ministerien, Gemeinden, Behörden und der Wissenschaft weitere, für alle Seiten gewinnbringende, Projekte rund um Rohstoffgewinnung und Naturschutz ins Leben rufen zu können“, so Dr. Carl HENNRICH.
Abendausgabe des Kurier vom 31. August 2004
Sonderbeilage der Tageszeitung KURIER vom 23. September 2004 über die Inhalte der Fachkonferenz des FORUM ROHSTOFFE
Druckfähiges Fotomaterial sowie die Langfassung der Referate und die Sonderbeilage des Kurier können im Fachverband Steine-Keramik / FORUM ROHSTOFFE angefordert werden.
Weitere Informationen:
Mag. Robert Wasserbacher, FORUM ROHSTOFFE
Tel.: 0590 900-3534, e-mail: steine@wko.at
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