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VERWENDUNG mineralischer Rohstoffe

Damals vor allem als Werkzeuge. Heute gehen wir noch viel weiter und dehnen die Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Rohstoffen immer weiter aus. Häuser, Straßen, Kanäle, aber auch Glas, Fernseher, Computer, Handys, zahlreiche Kosmetika, und unzählige andere Produkte des täglichen Lebens wären ohne mineralische Rohstoffe undenkbar.

Verwendung in der Bauindustrie
Der Großteil – ca. zwei Drittel - der über 100 Millionen Tonnen Sand, Kies und Naturstein, die jährlich in Österreich gewonnen werden, wird für Verkehrs- und Infrastrukturbauten verwendet. Darunter fallen der Straßen-, Gleiskörper- und Wasserwegebau aber auch Umweltschutzbauten, Kläranlagen, Kanalbauten u.v.a..

Straßen- und Verkehrswegebau
Im Straßen- und Verkehrswegebau sind die mineralischen Rohstoffe unersetzbar.

Einige Beispiele belegen die großen Mengen an mineralischen Rohstoffen, die beim Straßenbau benötigt werden:

  • 1 Kilometer Autobahn – rd. 160.000 Tonnen mineralische Rohstoffe
  • 1 Kilometer Bundesstraße – rd. 64.000 Tonnen mineralische Rohstoffe
  • 1 Kilometer Landesstraße – rd. 32.000 Tonnen mineralische Rohstoffe
  • 1 Kilometer Gleiskörper - rd. 26.000 Tonnen mineralische Rohstoffe

Straßen bestehen aus mehreren Schichten. Diese enthalten auch unterschiedliche mineralische Rohstoffe:
In den Deckschichten wird sehr hochwertiges Material verwendet. Dieses muss eine große Festigkeit aufweisen und zudem sehr verschließfest sein. Dafür muss das Einzelkorn viele Bruchflächen und scharfe Kanten aufweisen. Typische Gesteine für Straßendeckschichten (Beton od. Asphalt) sind sogenannte Hartgesteine: Diabas, Basalt, Granit, Amphibolit, Serpentinit, Porphyrit, Granulit. Die typischen Körnungen (Korngrößen): 4 bis 8 mm, 8 bis 11 mm, 11 bis 16 mm etc.
Für darunter liegende Tragschichten (Beton od. Asphalt) können darüber hinaus auch verschiedenste Kiese – diese unterscheiden sich durch den Quarzgehalt - bzw. Dolomite und Kalkgesteine verwendet werden. Ausschlaggebend sind hierbei die Festigkeit und der Bruchflächenanteil der Einzelkörner. Die typischen Körnungen (Korngrößen): 0 bis 8 mm, 8 bis 16 mm, 16 bis 32 mm, 0 bis 32 mm, 16 bis 22 mm etc.
Für die unterste Tragschicht (ungebunden) können fast alle Gesteine verwendet werden. Wichtig sind hierbei vor allem die Frostbeständigkeit und die Festigkeit der Gesteinskörnung. Die typischen Körnungen (Korngrößen): 0 bis 22 mm, 0 bis 32 mm, 0 bis 63 mm etc.
Für Pflaster und Straßenbefestigungen werden Natursteine, Pflastersteine, Pflasterplatten, Randsteine etc. verwendet. Typische Gesteine sind: Granite, Syenite, Diorite, Kersantite, Quarzporphyre, Basalte, Diabase, Gneise, Granulite. Die Herstellung erfolgt großteils händisch mit maschineller Unterstützung.
Mineralische Rohstoffe werden aber nicht nur für den Straßenbau verwendet. So sind natürlich auch die Streusplitte für den Winterdienst ein wichtiges Einsatzgebiet von mineralischen Rohstoffen. Dafür werden vor allem gebrochene und verschleißfeste Materialien benötigt: z.B. Hartgesteine, Dolomite, Kalke etc.

Bahntrassen- bzw. Gleisbau:
Für den Bahnstrecken- bzw. Gleiskörperbau wird von den mineralischen Rohstoffen vor allem der Gleisschotter benötigt. Für einen Kilometer Gleiskörper werden rund 26.000 Tonnen von diesen mineralischen Rohstoffen benötigt. Typische Materialien sind: Diabas, Basalt, Granit, Amphibolit, Serpentinit, Porphyrit. Die erlaubten Körnungen (Korngrößen): 16 bis 31,5 mm und 31,5 bis 63 mm.

Hochbau:
Beim Hochbau (Wohn- und Industriegebäude etc.) gibt es sehr viele Einsatzbereiche für die mineralischen Rohstoffe. Die wichtigste Verwendung von Gesteinskörnungen ist jene für Beton, Fertigbeton, Betonfertigteile und Betonsteine. Darüber hinaus finden sich mineralische Rohstoffe aber auch in Natursteinplatten und Natursteinen für Fußbodenbeläge und Wandverkleidungen, beispielsweise aus Marmor oder Granit.

Tiefbau:
Wie beim Hochbau gibt es auch beim Tiefbau (bei im Erdreich liegenden Bauten) zahlreiche Einsatzbereiche für mineralische Rohstoffe. So werden Gesteinskörnungen für den Dammbau, Baugrubensicherungen (Bohrpfähle), Talsperrenbau, Brückenbau, Tunnelbau, Siedlungswasserbau (Wasserver- und -entsorgung) benötigt. Aber auch die Wildbachverbauung, Hangsicherung bzw. Natursteinmauerwerke, Hochwassersicherung und Flussregulierungen sind ohne mineralische Rohstoffe in Form von Wasserbausteinen nicht machbar.

Bauprodukte

Zement:
Für die Zementherstellung sind Kalkgestein, Gips, Ton und Mergel wichtige Bestandteile. Die Rohstoffe werden in Steinbrüchen durch Sprengen oder mit schwerem Gerät durch Reißen gewonnen. In Brecheranlagen wird das Gestein grob auf die Größe von Straßenschotter (Größtkorn 63 mm) zerkleinert. Anschließend wird das Material unter Zugabe von Quarz und Eisenerz in Walzenschüsseln oder Kugelmühlen gemahlen und bei ca. 1.450°C in Drehrohröfen zu Zementklinker gebrannt. Der Zementklinker wird danach unter Zugabe weiterer Stoffe (z.B. Gips, Kalkstein oder Hüttensand) zu Zement gemahlen und abgesackt oder in Silos gefüllt dem Kunden zur Verfügung gestellt.

Andere Bauprodukte:
Betonsteine, Mauer- und Dachziegel, Gipswandsteine, Putze, Mörtel, Estriche, Leichtbetonsteine bestehen ebenfalls aus mineralischen Rohstoffen, die in Steinbrüchen (Kalkgestein, Kalkmehl) oder Kies-, Sand- und Tongruben (Sande, Tone) gewonnen werden.

Landwirtschaft:
Auch in der Landwirtschaft werden mineralische Rohstoffe eingesetzt. So wird beispielsweise Kalkmehl bevorzugt als Düngemittel in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, um saure Böden zu neutralisieren.

Glaserzeugung:
Quarzsand, Dolomit, Kalk und Soda (wird aus Kalkstein gewonnen) sind wichtige Ausgangsstoffe für die Produktion von Glas.

Gesteine als Ausgangsprodukte für weitere Industrieerzeugnisse:
Fein gemahlenes Gestein wird als Putzkörper im Scheuerpulver bzw. in der Scheuermilch im Haushalt, in der kosmetischen und auch in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt. Dieses wird aus feinem oder grobem Marmor, Kalkstein oder Dolomit mit Hilfe von hochtechnischen Gesteinsmahlwerken hergestellt. Mit Kieselsäure wird die Scheuermilch stabilisiert. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist die Zahnpasta. Diese enthält gefällte, micronisierte Kieselsäure und Calciumcarbonate als schonende weiße Putzkörper.

Gesteine in der Keramikindustrie:
In der Keramikindustrie bilden Feinst- und Feinmehle einen ganz wichtigen Bestandteil für die Herstellung von Geschirr, Schüsseln, Vasen, aber auch von Kacheln und Tongefäßen etc.
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